Implantat Zahnarzt Dr. Dreißig Dinkelsbühl

Mit gesunder Ernährung gegen Zahnfäule

Mit Käse und Trauben gegen Karies Dass Naschwerk den Zähnen schadet, ist hinlänglich bekannt. Wie wichtig darüber hinaus der Speichel ist, wissen die wenigsten. Denn je mehr Speichel fließt, umso besser für den Zahnschmelz. Damit das gut funktioniert, helfen gesunde Lebensmittel, die den Speichelfluss anregen. Einige Nahrungsmittel sind sogar so gut für die Zähne, dass sie sie schützen und regenerieren können. Nach jedem Essen beginnt die Zerstörung: Kariesbakterien, die sich auf Zahnbelag (Plaque) niedergelassen haben, nehmen Zucker aus der Nahrung auf und wandeln ihn in Säuren um. Der pH-Wert im Mund verringert sich. Wenn jetzt nicht eingegriffen wird, können Kariesschäden auftreten:

Aus den Zähnen werden essentielle Mineralien wie Kalzium und Phosphor herausgelöst. Als Kariesvorstufe bilden sich zuerst Entkalkungen im Zahnschmelz. Wird eine Karies in diesem anfänglichen Stadium nicht aufgehalten, dringt sie weiter in das Zahnbein vor. Dem entgegen wirkt der Speichel mit seiner natürlichen Schutzfunktion. Wenn er in entsprechendem Maße fließt, kann er die Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz wieder festigen, indem er die Mineralien Kalzium und Phosphor zuführt. Dies nennt sich Remineralisation. Sie funktioniert am besten, wenn sich nur wenig Belag (Plaque) auf den Zähnen befindet. Denn nur auf diese Weise kann der Speichel die Zähne ohne Behinderung umspülen. Wichtig zu wissen: Auch säurehaltige Lebensmittel (Säfte und Zitrusfrüchte) schädigen den Zahnschmelz. Es entsteht zwar noch keine Karies, aber die Säuren greifen den Zahnschmelz unmittelbar an. Die dadurch ausgehende Gefahr ist umso größer, je länger die Säuren auf die Zähne einwirken (z.B. während des Dauernuckelns von Kleinkindern an Fläschchen mit unverdünnten Säften). Deshalb sollte der Mund unmittelbar nach dem Verzehr der aufgeführten Lebensmittel sorgfältig mit Wasser gespült werden. Unmittelbares Putzen der Zähne ist dann geradezu schädigend, da die Zähne bereits aufgrund der Säuren angegriffen und aufgeraut sind und das Putzen noch größeren Schaden verursachen kann. Deshalb sollte man mit dem Putzen zumindest 30 Minuten warten. Plaque frühzeitig verhindern Damit Plaque gar nicht erst entsteht, hilft regelmäßiges Zähneputzen. Die in den Zahnpasten enthaltenen Fluoride hemmen das Bakterienwachstum, versiegeln die Zähne mit Kalziumfluorid und können aus dem Zahn ausgelöste Mineralien ersetzen und den beschädigten Schmelz wieder schließen. Fluoride können unmittelbar auf den Zähnen angewendet werden, z.B. in Form von Zahnpasten, Zahngelees, Mundspülungen oder Lacke. Damit sie entsprechend wirken können, ist es empfehlenswert, nach dem Zähneputzen nur auszuspucken, nicht zu spülen. Säuglinge und Kleinkinder, die einem erhöhten Karies-Risiko ausgesetzt sind, können von Fluoridtabletten profitieren. Interessant zu wissen: In Deutschland wird, wie in den meisten europäischen Ländern, das Trinkwasser grundsätzlich nicht mit Fluoriden versetzt. Zum einen, weil man den Bürgern keine „Zwangsmedikation“ verordnen will. Außerdem verstößt die Trinkwasserfluoridierung gegen einen wichtigen Regelsatz in der Trinkwasserverordnung. Demnach ist das Trinkwasser nicht mit Zusatzstoffen anzureichern und so natürlich wie möglich zu belassen. Darüber hinaus befürchtet man eine Überdosierung, wenn mit Fluoriden versetztes Speisesalz, Zahnpasta und bei Kleinkindern möglicherweise noch zusätzlich Fluortabletten aufgenommen werden.

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